„Die Prophezeiung der Hawkweed“ von Irena Brignull

Die Prophezeiung der Hawkweed
Irena Brignull

Bei Fischer Sauerländer erschienen
Genre: Jugendbuch

 

Klappentext:

Zwei Mädchen. Zwei Welten. Eine Prophezeiung
Ember und Poppy kommen in derselben finsteren Gewitternacht in weit voneinander entfernten Teilen des Landes zur Welt. Durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England.
Doch Poppy fliegt von jeder Schule, weil ihr dauernd seltsame Dinge passieren: Wenn sie wütend wird, zerspringen in ihrer Nähe Fensterscheiben oder Dinge fliegen durch den Raum. Ihre Mitschüler halten sie für einen Freak, und Poppys einzige Freunde sind die Katzen. Nur draußen vor der Stadt fühlt sie sich wirklich frei.
Ember hingegen hat keine Ahnung, wie man die Kräfte der Natur heraufbeschwört oder einen Zauber ausspricht, und für das Leben im Wald bei den Frauen des Hexen-Clans ist sie zu zart und verletzlich.

Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmt, ahnen sie nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es einen Ort geben muss, an dem sie glücklich sind. Und dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen. Denn in irgendeiner Stadt im Süden ist Embers leibliche Mum gerade dabei, den Verstand zu verlieren. Und in den Wäldern im Norden formieren sich die Hexenclans für die letzte Schlacht um den Thron.
[www.fischerverlage.de]

 

Meine Meinung:

Erster Satz:

Die Schuluniform – aus dem Secondhandladen und zu eng – fühlte sich wie eine Zwangsjacke an.“

„Die Prophezeiung der Hawkweed“ lässt sich locker und flüssig lesen. Die meiste Zeit erlebet der Leser den Roman mit Poppy aus Hauptperson aber es gibt auch Einblicke in andere Charaktere wie Ember, Leo und weitere.

Die Charaktere sind grundsätzlich interessant und abwechslungsreich gestaltet allerdings fehlt es mir hier an tiefe. Von Poppy erfährt man etwas mehr aber auch sie ist mir etwas zu flach dargestellt.

Poppy lässt etwas tiefer blicken aber genau wie bei Ember und Leo wurde ich nicht richtig warm mit ihr, es fehlte mir an tiefe.

Die Szenen sind an sich gut erdacht auch wenn mir hier meist die tiefe fehlt. Es wirkt manchmal sehr schnell abgehandelt und gehetzt. Die Beschreibungen sind zu oberflächlich und die Szene an sich ist zu schnell vorbei.

Die Geschichte und die Grundidee gefallen mir eigentlich sehr gut. Die Umsetzung lässt allerdings einiges liegen und in der Geschichte wird meiner Ansicht nach zu viel Fokus auf Leo gesetzt.

Das Cover gefällt mir sehr gut gerade den Perlmuttschimmer auf dem Schutzumschlag mag ich sehr. Das Mädchen mit dem ganzen Getier passt super zu Poppy auch wenn sie doch kurze Haare in der Geschichte hatte.

Meine Gedanken und Gefühle beim Lesen sind hier recht unterschiedlich. Einerseits lässt sich die Geschichte sehr angenehm und flüssig lesen. Ich kam gut rein und konnte das Buch auch ohne viele Unterbrechungen durch lesen.

Andererseits nahm mir der Wirbel um Leo viel zu viel Raum ein, das war einfach zu viel. Und um die Freundschaft zwischen Poppy und Ember wird zu wenig Wirbel gemacht. Auch die Entdeckungen die Poppy macht macht sie alleine so da es nicht das miteinander ist das ich mir beim Klappentext vorgestellt habe.

Die Szenen wirkten gut aber es fehlte mir an Tiefe, sie waren einfach zu schnell abgehandelt. Die Charaktere an sich waren mir auch zu flach, ich konnte keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen.

Das Ende ist auch so eine Sache, ist es nun ein Ende denn irgendwie könnte da noch etwas kommen.

Das wunderbare Cover ist natürlich ein Hingucker der mich auch auf die Geschichte aufmerksam gemacht hat.

 

Mein Fazit:

„Die Prophezeiung der Hawkweed“ liest sich locker und flüssig. Charaktere und Szenen gehen mir nicht genug in die tiefe und werden schnell abgehandelt, was sehr schade ist denn die Grundidee finde ich sehr gelungen. Auch sind die Prioritäten hier nicht ganz optimal verteilt. Leo nimmt eindeutig zu viel Raum ein. Das Cover wiederum passt super und der Schimmer auf dem Schutzumschlag ist ein Hingucker. Mir gefällt die Grundidee der Geschichte, die Umsetzung wiederum hat einige Schwächen.“Die Prophezeiung der Hawkweed“ ist aber lesenswert.

4 von 5 Bücher
Tolle Idee die Umsetzung hat Schwächen